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Freitag, 14. Mai 2010

Burkaverbot: Sinn und Zweck von Bekleidungsvorschriften?

Im Sinne des Zeitgeistes stellen National- und Ständeräte aus dem Kanton Aargau einen Vorstoss "gegen die Islamisierung der Schweiz" zur Debatte: Ein Verbot, die Burka zu tragen. Wenige Jahre nach der dänischen Karikatur- Geschichte und dem schweizer Minarettbauverbot steht wieder eine Diskussion vor der Tür, die kaum zu umgehen ist.

Die Burka ist eine Gesichtsbedeckung für Frauen und gilt hauptsächlich im saudiarabischen Raum als Symbol für die Treue zum islamischen Glauben. Für westliche Kulturen mag diese Gesichtsbedeckung sehr befremdend wirken. Der eine sieht in einer Burka eine Unterdrückungsmassnahme der islamischen Frauen, für andere verbildlicht es die vermummte islamische Terroristin. Wie wäre es, solche Vorurteile wegzulassen und auf den Grundsatz zu bauen, jeder Mensch soll sich so bekleiden, wie er will? Manchen fällt dieser Gedanken schwer, da diese Toleranz kaum auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Solche Pro und Contra heizen schon im Vorfeld emotionale Diskussionen ein.


Was man allgemein vom Islam hält, ist das eine Thema, wie man dies in Volksinitiativen packt, das andere. Bevor man die Schuld am Untergang der abendländischen Kultur dem Islam zuschiebt, stellt sich die Frage, ob nicht andere Kräfte dabei eine wesentlich grössere Rolle spielen. Wer hat in der Schweiz die Meinungsfreiheit eingeschränkt? Wer will das öffentliche Tragen germanischer Symbole per Strafgesetz verbieten lassen? Der Islam war´s jedenfall nicht. Zuschauen, wie die Roten eine Diktatur verwirklichen und gleichzeitig die Schuld auf den Sündenbock Islam schieben ist der grösste Fehler der heutigen Zeit.

Verbote irgendwelcher Symbole lösen keine Probleme, sondern fördern nur die diktatorische Ideologie der Linken. Wenn wir unsere ursprünglichen Freiheiten wieder wieder wollen, müssen wir genau so für die Freiheit anderer Völker eintreten. Der Grundsatz einer neutralen und unabhängigen Schweiz sollte sein: Jeder Mensch darf in jeder Form das veräussern, was er will und niemand darf ihm in diesem Grundprinzip gesetzliche Schranken setzen.







Prinzip der freien Demokratie:
Jeder soll sich so bekleiden können, wie es ihm am bessten gefällt. Ob jemand eine Burka trägt oder ob sich jemand exhibitionistisch verhält, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Was zählt ist einzig und allein der freie Wille. Aus diesem Aspekt hat niemand einen Anlass die Kleiderordnung seiner Mitmenschen zu bestimmen.

Die Schweiz als Immigrationsland wird kaum darum herumkommen, solche ethische Fragen angehen zu müssen. Klar wird es höchste Zeit, dass sich die Menschen endlich trauen, ihre persönliche Ablehnung dieser Wüstenreligionen und deren Vertretern auszusprechen, dies sollte aber nicht in Form von Symbolverboten geschehen. Wir müssen unsere Freiheit erkämpfen, nicht die Freiheit anderer bekämpfen!

Mittwoch, 11. November 2009

Abstimmung 29. November 2009: Minarettinitiative

Am 29. November stimmt das schweizerische Volk ab über die Vorlage, den Bau von Minaretten künftig zu verbieten. Der vorgeschobene Grund der Initiative ist die allmähliche Islamisierung westeuropäischer Gebiete. Minarette würden ein Symbol der islaischen Vorherrschaft darstellen.

Im Namen des Bürgertums begrüsse ich die islamkritische Haltung der Initianten. Für das Volksbegehren eines Beschneidungsverbots werden wir Unterstützung brauchen.

Aber was haben die Minarette mit dem Islamproblem zu tun? Minarette sind nicht mehr und nicht weniger als Türme. Sind ein Paar Backsteine und etwas Zement wirklich eine ernthafte Bedrohungr? Folgende Punkte sprechen gegen die Initiative:

- Probleme lassen sich nicht durch Verbote lösen
- es ist ein falscher Ansatz, islamischer Fundamentalismus mit einem Bauwerk zu vergleichen
- Fundamentalismus ist kein Synonym für den Islam
- Minarettverbot zielt nur auf den Islam und stellt deshalb andere Religionen verharmlost dar
- Religionskonflikte werden nur "verschleiert" und nicht gelöst
- Kulturelle Vielfalt kann auch eine Bereicherung sein
- Linke Politiker gewinnen dadurch ein popularität
- Moslems leben die Religion mehr im Untergrund aus

Moscheen sind nicht als feindliche Einrichtungen zu betrachten. Würden Moslems ihren Glauben richtig vertreten, gäbe es auch viel weniger Pöbeleien. Der Islam ist nicht eine Gewaltsreligion, sondern es wird genau so wie bei anderen Religionen ein friedliches Auskommen miteinander angestrebt. Moscheen können ihren Angehörigen viel vermitteln, was dazu beiträgt, dass die Völker gut auskommen. Es kann daher also durchaus mit Gewaltprävention zu tun haben, wenn hier auch islamische Einrichtungen geduldet werden.



Unsere SVP-Demagogen Sollten, anstatt Symbolen wie Minarette und Kopftücher, besser gegen ernsthaftere Religionsprobleme antreten. Solange unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit immer noch kleine Jungs genitalverstümmelt werden, ist es nur scheinheilig, irgendwelche Symbole verbieten zu wollen.